Ab wann dürfen Babys sitzen?

Diese Frage stellen sich früher oder später alle Eltern: Ab wann dürfen Babys sitzen? Die einen sagen es sei ungesund das Baby schon zu früh hinzusetzen. Andere schwören darauf. Was ist denn nun richtig? Kann man das Sitzen überhaupt fördern?

Ab wann dürfen Babys sitzen?

Wir Erwachsenen tun es tagtäglich hundertfach. Wir setzen uns einfach hin. Für ein kleines Baby ist das ‚Hinsetzen‘ allerdings ein sehr wichtiges Entwicklungsschritt. Etwa ab dem vierten Monat fangen Babys an, sich auf dem Bauch liegend hochzudrücken, ähnlich wie bei Liegestüzen. Durch diese Liegestützen wird der erste Baustein für das spätere Sitzen gelegt. Die Nacken- und Rückenmuskulator wird trainiert und gestärkt.

Bis das Baby nun alleine sitzen kann vergehen allerdings weitere zwei bis drei Monate. Dann fängt das Baby in der Regel an sich langsam hinzusetzen. Da die gesamte Koordination noch nicht geschult ist kann es passieren, dass das Baby zur Seite umkippt. Zur Sicherheit sollte ein Elternteil also immer dabei sein wenn das Kind versucht sich hinzusetzen. Notfalls kann man auch weiche Kissen oder Decken neben das Baby legen.

Eben weil die Muskulatur und auch der Rücken erst trainiert werden müssen, ist der Mehrheit der Forscher und Kinderärzte der Meinung man sollte das Baby seinen eigenen Weg gehen lassen. Ein Hinsetzen von den Eltern aus könne eine gesunde Rückenentwicklung gefährden.

Gesund Rückenentwicklung

Um diese Rückenentwicklung nicht zu gefährden sollte man weitere Tipps beherzigen.

  • Bekanntlich gibt es diverse Möglichkeiten ein Kind zu transportieren. So tragen viele Eltern ihr Baby gerne im Tragetuch umher. Das Kind genießt die Körperwärme und die Nähe zu Mutter oder Vater. Beachten sollte man hierbei jedoch, dass der Rücken des Babys weiterhin leicht gebogen ist. Die Muskulatur ist noch nicht ausgebildet genug um einen senkrechten Rücken zu bilden. Die gängige Empfehlung lautet ein Baby erst ab etwa dem dritten Monat senkrecht zu tragen. Grundsätz ist das Tragetuch aber sehr sinnvoll. So wird die Anhock-Spreizhaltung gefördert welche für die Entwicklung der Hüfte der wichtig ist.
  • Babys fangen nach ein paar Monaten an sich zum Beispiel an den Fingern der Eltern hochzuziehen. Es macht den Kleinen eine Riesenfreude. Dies sollte jedoch nicht fehlinterpretiert werden. Das Baby sollte auf keinen Fall hingesetzt werden. Dies könnte zu dauerhaften Haltungsschäden führen. Es sollte leicht und langsam hochgezogen werden und sollte sich dann ebenso langsam in die Liegeposition auf dem Rücken abrollen lassen (sozusagen ‚Wirbel für Wirbel‘).
  • Eine Babyschale fürs Auto sollte grundsätzlich auch nur im Auto verwendet werden. Die Form der Babyschalten fördert nicht die natürliche Rückenhaltung. Auch hier könnten dauerhaft Haltungsschäden drohen.

Um das Sitzen langsam zu fördern sollte man das Baby regelmäßig auf den Bauch legen. So wird die Nackenmuskulatur gestärkt. Legt man dann vor das Baby auch noch ein spannendes Spielzeug, dann wird das Baby auch eine Zeit in dieser Position verweilen. Dies ist übrigens nicht nur eine gute Vorbereitung das später sitzen, sondern auch auf das Krabbeln und Robben.

Kann das Kind dann irgendwann sitzen, dann sollte man es mit einem Hochstuhl „belohnen“. Vielleicht probiert das Baby dann auch ein wenig von der Familienkost. Dann wird es die Lust zu sitzen definitiv nicht verlieren …

Grundsätzliches

Grundsätzlich gilt: Das Baby wird sich mit seinem eigenen Tempo entwickeln. Man sollte dem kleinen Mann oder der kleinen Frau Zeit lassen. Irgendwann wird angefangen zu krabbeln, dann irgendwann wird automatisch auf den Po gefallen und schon ’sitzt man‘. Spätestens ab diesem Alter ist der Rücken auch wirklich stark genug für das Sitzen. Und das Abenteuer geht weiter …

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Redakteur: Arne

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