Salbei in der Stillzeit und Schwangerschaft – was ist zu beachten?

Salbei ist ein anerkanntes und bewährtes Hausmittel. Es kann bei Halsschmerzen genauso angewendet werden, wie bei Hitzewallungen in den Wechseljahren oder bei Problemen im Magen-Darm-Bereich. Nur, was ist mit Salbei in der Stillzeit und der Schwangerschaft? Was sollten Mütter und werdende Mütter beachten?

Was ist Salbei?

Salbei ist eine der beliebtesten und bekanntesten Heilpflanzen überhaupt. Bereits vor über 1000 Jahren wurde Salbei als Heilkraut angewendet. Und das Vertrauen in diese Pflanze ist bis heute ungebrochen. Deshalb wird das Heilkraut auch heute noch sehr gerne als Hausmittel verwendet. Bei Salbei handelt es sich um einen sogenannten Lippenblütler, der seinen Ursprung im Mittelmeerraum hat. Die Blütezeit liegt zwischen Mai und Juli, geerntet wird das Kraut zwischen April und September. Salbei mag sonnige und sandige Böden und kann auch problemlos im eigenen Garten angebaut werden.

In Salbei sind viele Wirkstoffe enthalten, die ihn zu einer wirksamen Heilpflanze machen. Unter anderem sind diverse pflanzliche Hormonstoffe, Phenolsäuren mit einer antibiotischen Wirkung, ätherische Öle und das natürliche Antiseptikum Thujon enthalten. Da außerdem viele Bitterstoffe enthalten sind, wird Salbei auch gerne als Gewürz für die Zubereitung leckerer Speisen genutzt.

Welche Wirkung hat Salbei?

Salbei wirkt desinfizierend und antibakteriell. Gerade bei Erkältungen lösen die Inhaltsstoffe des Salbei den Schleim und transportieren diesen schneller ab. Der schnelle abtransportiert wird durch die vielen ätherischen Öle angeregt. Denn diese sorgen für eine stärkere Durchblutung. Sogar bei Magen-Darm-Beschwerden, wie zum Beispiel Völlegefühl oder Blähungen, kann Salbei unterstützend wirken. Ebenfalls sehr postiv: Die Heilpflanze kann die Schweißbildung spürbar verringern.

Wie wird Salbei eingenommen?

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, um Salbei einzunehmen. Die bekannteste und beliebteste Variante ist das Trinken von Salbeitee. Um Salbeitee zuzubereiten, musst du lediglich ein paar frische Salbeiblätter (3 bis 5 reichen aus) nehmen, und diese mit heißem, nicht kochenden Wasser übergießen. Falls du keine frischen Salbeiblätter zur Hand hast, kannst du auch getrockneten Salbei nehmen. Nach dem Überbrühen wird die Tasse verdeckt für rund 10 Minuten stehen gelassen. Da Salbei viele Bitterstoffe enthält, kannst du dem Tee etwas Honig hinzufügen. Dann schmeckt er einfach besser. Nach dem Ziehen kannst du den Tee trinken, oder falls du Halsschmerzen hast, sogar gurgeln. Dabei muss der Tee nicht zwangsweise heiß beziehungsweise warm getrunken werden. Auch das Gurgeln oder Spülen mit kaltem Tee hat eine heilende Wirkung.

Alternativ lässt sich Salbei in Form von Präparaten einnehmen. Dazu zählen Salbei-Tabletten und verschiedene Salbei-Tinkturen. Welche Präparate es gibt, und wie diese wirken, dass solltest du am besten den Apotheker deines Vertrauens fragen.

Ist Salbei für Schwangere gefährlich?

Salbei enthält das bereits erwähnte Thujon. In kleinen Dosen kann es sehr gut als Antiseptikum eingesetzt werden. Letztlich gehört es aber zur Gattung der Nervengifte. Eine zu hohe Dosierung kann deshalb zu unangenehmen Nebenwirkungen führen. Herzrasen, Schwindelgefühl und Übelkeit können die Folge sein. In der Schwangerschaft kann Salbei den Hormonaushalt beziehungsweise die Gebärmutter anregen. Frühwehen können das ungewünschte Ergebnis sein. Gerade in der Schwangerschaft ist das Trinken von Salbeitee oder das Einnehmen von Salbeipräparaten deshalb absolut tabu. Auch die Einnahme von hochkonzentriertem Salbeiöl ist strengsten verboten. Erlaubt ist hingegen das Gurgeln von Salbeitee, beispielsweise bei Entzündungen im Mundraum. Auch das Verwenden von Salbei als Gewürz beim Kochen ist bedenkenlos möglich.

Wie wirkt sich Salbei in der Stillzeit aus?

Salbei wirkt stark abstillend und verringert den Milchfluss. Deshalb wird die Einnahme von Salbei beim Abstillen ausdrücklich empfohlen. In der Stillzeit hingegen wird von der Einnahme aber grundsätzlich abgeraten. Allerdings können sich Mütter, die in der Stillzeit sehr viel beziehungsweise zu viel Milch produzieren, eben jene abstillende Wirkung zu Nutze machen. Allerdings muss hier sehr vorsichtig vorgegangen werden. Möchtest du deine Milchproduktion vermindern, dann solltest du eine halbe Tasse Salbeitee über den Tag verteilt trinken. Alle paar Stunden einen Schluck, und du wirst den positiven Effekt schon bald bemerken. Die Wirkung ist allerdings von Mutter zu Mutter sehr unterschiedlich. Einige reagieren sehr schleppend, bei anderen genügt eine große Tasse Salbei und der Milchfluss wird spürbar reduziert.

Wo kannst du Salbei kaufen?

Salbei zur Verwendung als Heilkraut kaufst du am besten in der Apotheke. Dort erhälst du zu einem günstigen Preis getrockneten Salbei. Frischen Salbei kannst du auf dem Wochenmarkt oder im gut sortierten Supermarkt kaufen. Dabei solltest du allerdings darauf achten, dass der Salbei unbehandelt ist. Legst du den frischen Salbei in den Kühlschrank, dann wird er sich problemlos einige Tage halten. Alternativ kannst du Salbei natürlich auch selbst anbauen.

Gefällt dir keine der vorgestellten Möglichkeiten, dann kannst du die Produkte ganz bequem online bestellen und zu dir nach Hause liefern lassen. Salbei-Tee in Bio-Qualität erhälst du zu einem günstigen Preis bei diesem Anbieter. Günstige Salbei-Samen für den Anbau in Eigenregie erhälst du hier.

Fazit

Generell solltest du bei der Anwendung von Heilkräuter in der Schwangerschaft und Stillzeit sehr vorsichtig sein. Dieser Grundsatz gilt insbesondere bei Kräutern wie dem Salbei. Gerade von der inneren Anwendung von Salbei in der Schwangerschaft wird ausdrücklich abgeraten, wobei im Einzelfall Salbei in der Stillzeit in kleineren Dosen durchaus Sinn machen kann. Um auf Nummer sicher zu gehen, solltest du vor der Einnahme von Salbei mit deinem Arzt oder Apotheker sprechen.

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Redakteur: Arne

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