Knoblauch in der Schwangerschaft – gesund oder tabu?

Knoblauch wird seit jeher eine heilende Wirkung nachgesagt. Zwar verändert Knoblauch den Körpergeruch, andere unangenehme Nebenwirkungen treten aber nur äußerst selten auf. Wie bei vielen Nahrungsmitteln, fragen sich auch bei Knoblauch Schwangere, ob der Verzehr von Knoblauch schädlich für das ungeborene Kind sein kann.

Was ist Knoblauch überhaupt?

Zunächst sollte man klären, worum es sich bei Knoblauch überhaupt handelt. Knoblauch (Allium sativum) ist ein Lauchgewächs, das bis zu 90 Zentimeter hoch werden kann. Am besten wächst diese Pflanze an sonnigen Plätzen und auf Böden, die warm und locker sind. Unmittelbar unter der eigentlichen Pflanze befindet sich eine Zwiebel. Diese ist von einer weißen, dünnen, manchmal auch leicht rötlichen Hülle umgeben. Bei dieser Zwiebel handelt es sich um die Knoblauchzehe, so wie wir sie kennen. An einer Knoblauchpflanze bilden sich bis zu zwanzig Nebenzehen.

Knoblauch hat eine heilende Wirkung

Knoblauch in der Schwangerschaft

Schon im alten Ägypten wurde Knoblauch als Heilpflanze genutzt und geschätzt. Dort wurde er gegen Darmparasiten genauso eingesetzt, wie gegen Asthma und Bronchialerkrankungen. Der Knoblauch wurde roh verzehrt. Die heilende und gesundheitsfördernde Wirkung wurde mittlerweile wissenschaftlich bewiesen. Allicin und seine Abbauprodukte sorgen dafür, dass das Wachstum von Pilzen und Bakterien gehemmt wird. Es konnte sogar eine leichte antivirale Wirkung nachgewiesen werden. Außerdem wirkt diese Pflanze gegen Arteriosklerose und hat eine blutverdünnende Wirkung. Dafür wird allerdings in der Regel nicht der Knoblauch selbst, sondern aus ihm hergestellte und hochkonzentrierte Knoblauchpräparate verwendet.

Knoblauch für Schwangere?

Viele Schwangere fragen sich, ob Knoblauch in der Schwangerschaft erlaubt ist. Kann Knoblauch der Mutter oder dem ungeborenen Kind schaden? Die Antwort lautet kurz und knapp: nein. Während der Schwangerschaft braucht man nicht auf den Verzehr von Knoblauch zu verzichten. Jedoch sollte Knoblauch nur in Maßen genossen werden. Übermäßiger Verzehr kann zu Unwohlsein führen.

Zu viel Knoblauch in der Schwangerschaft

Wie bei so vielen Sachen, ist die Dosis entscheidend. Auch beim Knoblauch-Genuss in der Schwangerschaft gibt es Grenzen. Treten Durchfall, Übelkeit, Sodbrennen, oder sonstige Nebenwirkungen auf, dann sollte man den Verzehr einschränken. Außerdem sollte man sich bewusst darüber sein, dass übermäßiger Verzehr zu einem erhöhten Blutungsrisiko führen kann. Der Eingangs erwähnte Vorteil der Blutverdünnung kann bei Schwangeren zu einem Nachteil werden. Entsprechend sollte man nicht jeden Tag mehrere Knoblauchknollen essen, sondern es vielmehr bei wenigen Zehen belassen.

Knoblauch in der Stillzeit

Und nach der Geburt? Ist Knoblauch in der Stillzeit erlaubt? Selbstverständlich ist Knoblauch in der Stillzeit erlaubt. Man sollte jedoch darauf achten, nicht zu viel Knoblauch zu essen. Denn der Geschmack der Muttermilch kann durch den Knoblauch verändert werden. Schlimmstenfalls lehnt das Baby die Muttermilch dann ab. In diesem Fall sollte man Knoblauch vom Speiseplan streichen.

Fazit

Grundsätzlich ist der Verzehr von Knoblauch in der Schwangerschaft und auch danach in der Stillzeit also absolut unbedenklich. Ganz im Gegenteil: Knoblauch ist gesund und wird Mutter und Kind eher nutzen als schaden. Nur übertreiben sollte man es nicht.

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Redakteur: Arne

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1 Kommentar zu “Knoblauch in der Schwangerschaft – gesund oder tabu?

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